Darf’s ein bisschen Alternative sein?

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avatar Bastian Kraus

In dieser Folge erzähle ich euch ein bisschen über sportliche alternative Aktivitäten zusätzlich zu meinem Lauftraining die ich jetzt endlich (wieder) machen kann – dank des Gewichtsverlustes!

Außerdem gibt es heute ein bisschen Gadget und Nerd Talk zu Themen wie Watt, Laktatschwelle und Büchern.

Lauf Fauls

Shownotes

Interessante Termine

4. Hofmühl Volksfest Halbmarathon in Eichstätt am 30.08.2020 ! Anmeldung ab 01.03.2020 möglich!

Rückblick von 2019: https://www.sv-marienstein.de/triathlon/hofmuehl-volksfest-halbmarathon-2019

7 Kommentare

  1. Hallo Basti,

    ich möchte würde gerne zu so vielen Fraagen, die Du gestellt hast etwas schreiben, beschränke mich aber aus zeitgründen auf das Thema Leistungsmessung. Di weißt ja, dass Physik so ein nwenig “Berufskrankheit” bei mir ist, daher kann ich nicht anders, als hier ein wenig auszuholen. 😉

    Du sagst, die Werte kämen Dir zu hoch vor. Ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand das bewerten kann und sollte.

    Folgende Überlegung: Leistung ist in der Physik (Mechanik) erst mal P = Kraft * Weg /Zeit. Das ist dann gleich P= Kraft * Geschwindigkeit.

    Wenn Du auf dem Rad bzw. Ergometer sitzt, kann man dies genau messen. Da wir bei der Tretbewegung eine Rotation haben, messen wir nicht Kraft sondern Drehmoment und nicht Geschwindigkeit sondern Drehzahl und rechnen entsprechend um.
    Zwischenfazit: Die Leistungsmessung auf dem Rad ist eine echte Messung und ist korrekt.

    Nun stellst Du fest, dass Du bei einer bestimmten Leistung auf dem Rad gegen Maximalpuls läufst und einfach nichtr mehr geht. Das ist dann aber trotzdem nicht Deine Leistungssgrenze, denn Du hast – wie jeder Antrieb, Motor, etc – einen Wirkungsgrad. Der Aufwand den Dein Körper betreibt um z.B. 200W in dei Pedale zu bringen ist höher. Wie hoch? Keine Ahnung, denn ich kenne Deinen Wirkungsgrad nicht. Bleiben wir bei dem Beispiel: Dein Wirkungsgrad beim Radfahren ist mies, nur 25%. d.h. Dein Körper produziert 800W und bringt nur 200W auf dei Rolle. Wo ist der Rest? Abwärme, andere Bewegungen, Muskeln dei evtl. den Körper auf dem Rad halten,….. Es gibt 1000 Möglichkeiten.

    Zurück zum Laufen: P= Kraft * Geschwindigkeit. Wir können die Leistung nicht messen. Wir können dei Geschwindigkeit zwar messen, aber nicht die kraft, die wir zum Vortrieb brauchen. Also messen die sogenannten Leistungssensoren alles mögliche und berechnen daraus eine Laufleistung. Es werden z.b. Beschleunigung gemessen. Zusammen mit Deiner Masse könnte man über die alte Formel Kraft = Masse * Beschleunigung eine Kraft berechnen. Nun Messen sie nicht nur in Laufrichtung vorwärts sondern in verschiedene Achsen, manche nehemn den Wind dazu, und, und, und.
    Zwischenfazit 2: Keini Sensor misst die Leistung, ,alle berechnen. Das ist der ertse große Unterschcied zum Rad. Dann wissen wir nicht welche Leistungsanteile in die Berechnung einfließen, also wie Dein Wirkungsgrad beim Laufen ist. BSP: Du sitzt auf dem Ergometer und fährst eine konstante Last. Dann ruderst Du wild mit den Armen. Die Leistung wird sich nicht ändern, da sie am Pedal gemessen wird. Versich das mit dem Garmin Brustgurt. Es könnnte gut sein, dass er diese Bewegung erfasst und sie mit misst.
    Zusätzlich dazu, dass wir gar nicht wissen, wo diese Laufleistung eigentlich sein soll, kenenn wir Deinen Wirkungsgrad beim Laufen nicht. Sagen wir mal der wäre 50%. Wenn Dein Körper also 800W leisten musss, misst Garmin 400W udn das beim selben Puls, wie in dem Beispiel oben auf dem Rad.

    Fazit: Ich finde den Begriff Leistung bei diesen Laufsensoren Extrem irreführend. Sie messen keine Leistung sondern errechnen einen sehr guten und genauen (meine Erfahrung) puls-und geländeunabhängigen Belastungswert des Läufers in Echtzeit. In dem Satz sind schon so viele geile Sachen, warum ich diese Messung sehr mag. Es sind keine Watt und ich finde man sollte es nicht so nennen. Garmin wird nicht mit Stryd und nicht mit dem Ergometer vergleichbar sein. Muss es auch nicht, wenn ich das Ding einfach “Garmin-Echtzeit-Belastung” in der Einheit “Kartoffel” nenen würde und eben nicht Running Power in Watt.

    Lange rede, kurzer Sinn. Ich finde es super cool und super hilfreich, man muss nur einfach dei Begriffe Leistung und Watt im Kopf streichen.

    1. Hi Martin!

      Vielen lieben Dank für deine echt ziemlich detaillierte Ausführung! Ich bin auch der Meinung, dass man das was da raus kommt erstmal so akzeptieren sollte und sich keinen Kopf darüber machen sollte, ob das jetzt physikalisch korrekt ist oder nicht. Ich mein letztlich ist es halt so, dass man wie du schon sagst halt dann auf einem System erstmal “festhängt” oder “hängen bleibt”, da man Garmin mit Stryd nicht vergleichen kann.

      Aus meinen bisherigen Läufen kann ich zumindest sagen, dass das was Garmin gemacht hat relativ konsistent ist und ich da mal weiter Erfahrung sammeln werde, wie da so meine Belastungsbereiche sind um daraus dann mal was für das Training ableiten zu können. Allerdings bin ich noch nicht so ganz so glücklich mit der Datendichte, da ich noch relativ viele Aussetzer in den Datenreihen habe. Da werde ich mal eine Ursache suchen und berichten woher das kam und wie man es ggf. beheben kann.

      Viele Grüße,
      Basti

  2. Was Martin sagt ^^

    Ich möchte noch ergänzen, dass all die Werte (Kartoffeln oder Watt) auch immer nur in Relation zur eigenen Leistung stehen können, so lange wir die echten Watt beim Laufen nicht messen können. Das von mir verwendete runalyze hat auch den Wert “Effektiver VO2max”, irgendwie zustande kommt und definitiv nicht dazu taugt sich mit anderen zu vergleichen oder auf die Goldwaage gelegt zu werden. Er zeigt mir aber eine schöne Tendenz meiner Entwicklung.

    Gruß
    Sascha

    P.S. und jetzt höre ich mir erstmal die Episode an ^^

    1. Hi Sascha!!

      Schön von dir zu lesen! Ich stimme dem voll und ganz zu! Und in gewisser Weise sind wir halt alle individuelle Läufer. Selbst ein Standard Trainingsplan eignet sich ja nur bedingt für alle, da der Teufel halt immer im Detail steckt. Sei es der Körperbau, Muskelzusammensetzung, … jeder ist unterschiedlich. Wichtig ist, dass es für einen selbst passt.

      Ich hoffe dir hat die Episode gefallen 😉

      Viele Grüße,
      Basti

  3. Hallo Basti,

    da du dich für Laufbücher interessierst!
    Ein aus meiner Sicht sehr empfehlenswertes Buch, welches persönliche Erfahrungen und eine Art Autobiografie mit einem Sachbuch zum Thema Laufen in perfekter Weise miteinander verbindet ist das Buch:
    Laufen: Geschichte einer Leidenschaft
    von Bernd Heinrich (EAN:9783548605647)

    Gruß Dirk

    1. Servus Dirk!!

      Schön, dass du hier her gefunden hast!

      Das Buch klingt sehr spannend! Schade, dass es das Buch “nur” analog gibt, aber ich werde es mir mal bestellen 🙂 Und dann natürlich auch darüber berichten! 🙂

      Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß hier mit dem Podcast!

      Liebe Grüße vom Lauf-Waschtl

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